Ich war insgesamt sieben Jahre weg.
Ein bisschen Berlin, eine Weile Hamburg, etwas länger Braunschweig.
Großstadtluft, neue Erfahrungen, viel Bewegung.
Und trotzdem war da immer dieses Gefühl:
Heimat bleibt Heimat.
2017 bin ich zurückgekommen.
Mit viel Energie, vielen Ideen – und mindestens genauso vielen Fragen.
Aus der Ferne wirkte alles ziemlich groß:
Wohnung finden. Arbeit finden. Kinderbetreuung organisieren.
Und irgendwo dazwischen die leise Unsicherheit:
Passe ich hier noch rein?
Oder gehe ich am Ende wieder?
Damals bin ich selbst über die Comeback Elbe-Elster gegangen.
Und allein zu wissen, dass es so etwas gibt, hat schon viel verändert.
Nicht, weil mir alles abgenommen wurde –
sondern weil ich nicht allein suchen musste.
Es gab Gespräche, Orientierung, Kontakte.
Und nach und nach fügten sich die wichtigen Dinge:
eine Wohnung, ein Job, eine Betreuung für meine Tochter.
Auch beruflich ein Schritt, den ich so selbst nie geplant hätte –
und der sich rückblickend als genau richtig herausgestellt hat.
Natürlich gab es Zweifel.
Freundschaften hatten sich verändert, das Leben war ein anderes als früher.
Aber vieles durfte neu entstehen.
Über die Arbeit. Über Begegnungen. Über Menschen, die offen waren.
Nebenbei habe ich hier Dinge möglich gemacht, von denen ich früher nur geträumt habe.
Meine erste eigene Ausstellung zum Beispiel.
Mit Kolleg:innen, die unterstützt haben.
Mit Menschen, die einfach mit angepackt haben.
Dieses Gefühl, dass man füreinander da ist – das ist geblieben.
Heute lebe ich mit meiner Familie ländlich und bewusst.
Mein Alltag ist nicht perfekt und auch nicht immer leise –
aber er passt zu mir.
Familie, Arbeit, Ideen, Engagement.
Alles darf nebeneinander existieren.
Mein Weg war nie ganz geradlinig.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich heute so dankbar bin für das, was hier möglich ist.
Für Räume, die sich öffnen.
Für Menschen, die mitgehen.
Für die Erkenntnis: Man darf ankommen, ohne fertig zu sein.
Und manchmal denke ich:
Wo geht das bitte sonst so?
Für mich ist es hier passiert.
Und genau deshalb begleite ich heute selbst andere auf ihrem Rückkehr- oder Zuzugsweg.








